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Häufig gestellte Fragen
Je nach Gebäudegröße und System liegen die Komplettkosten in Berlin meist zwischen 25.000 € und 45.000 €. Nach KfW-Förderung (bis 70 %) bleiben in der Praxis oft 10.000 € bis 18.000 € Eigenanteil. Die genaue Summe hängt von Heizlast, Heizflächen, Aufstellsituation und Begleitarbeiten ab, wir erstellen Ihnen einen schriftlichen Festpreis nach Vor-Ort-Termin.
Ja, in den allermeisten Fällen. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die Vorlauftemperatur. Bleibt sie unter ca. 55 °C, was sich oft mit Heizkörpertausch in 1–2 Räumen erreichen lässt, arbeitet die Wärmepumpe auch im Gründerzeit-Altbau wirtschaftlich. Wir haben Wärmepumpen in zahlreichen Berliner Altbauten erfolgreich installiert.
Über die KfW (Programm 458) sind bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich: 30 % Basisförderung + 20 % Klima-Geschwindigkeitsbonus + 30 % Einkommensbonus + 5 % Effizienzbonus für natürliche Kältemittel (z. B. Propan/R290). Wir übernehmen die komplette Antragstellung.
Luft-Wasser-Wärmepumpen decken rund 90 % der Berliner Fälle ab, platzsparend, genehmigungsfrei, flexibel. Erd-Wärmepumpen lohnen sich nur, wenn ausreichend Grundstücksfläche vorhanden ist, was im Berliner Innenstadtbereich selten der Fall ist, im Brandenburger Umland (Teltow, Kleinmachnow, Potsdam) aber durchaus.
Moderne Luft-Wärmepumpen liegen bei 35–50 dB(A) in 3 m Abstand, leiser als ein laufender Kühlschrank. Die Vorgaben der TA Lärm werden bei korrekter Aufstellung sicher eingehalten, auch in dicht bebauten Berliner Reihenhäusern.
Der eigentliche Einbau dauert 2–5 Werktage. Vom Auftrag bis zur Inbetriebnahme liegen mit Planung, Förderantrag und Lieferzeit 8–16 Wochen dazwischen, die meiste Zeit ist Wartezeit auf Genehmigungen und Komponenten, nicht Baustelle.
In der Regel ja. Trotz der höheren Anfangsinvestition amortisiert sich die Wärmepumpe über 8–12 Jahre durch niedrigere Betriebskosten, den steigenden CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe und die staatliche Förderung. In Kombination mit eigener PV verkürzt sich die Amortisation deutlich.
Ja. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten zuverlässig bis −20 °C. Die Berliner Tiefsttemperaturen der letzten Jahre liegen deutlich darüber. Selbst bei extremen Kältephasen liefert die Wärmepumpe weiter Heizleistung, nur die Jahresarbeitszahl sinkt vorübergehend leicht.
Nein. Auch klassische Heizkörper funktionieren mit Wärmepumpen, solange die Vorlauftemperatur unter ca. 55 °C bleibt. Oft reicht es, einzelne unterdimensionierte Heizkörper auszutauschen. Eine flächendeckende Umrüstung auf Fußbodenheizung ist nur in seltenen Fällen wirtschaftlich notwendig.
Ein typisches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe verbraucht, je nach Jahresarbeitszahl, zwischen 4.000 und 7.000 kWh Strom pro Jahr für Heizung und Warmwasser. In Kombination mit einer PV-Anlage lassen sich davon 40–60 % aus eigenem Solarstrom decken.
ei fachgerechter Installation ist das Risiko einer Explosion nahezu ausgeschlossen, das hat zuletzt auch der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) ausdrücklich bestätigt. Klare Aufstellbedingungen und Sicherheitsbereiche sorgen dafür, dass selbst eine unwahrscheinliche Leckage von Propan-Kältemittel kein zündfähiges Gemisch erzeugen kann. Monoblock-Wärmepumpen stehen im Freien und enthalten in Einfamilienhaus-Anwendungen nur sehr geringe Kältemittel-Mengen.
Bei längerem Stromausfall, wie Anfang 2026 im Berliner Südwesten, können verschiedene Funktionen der Wärmepumpe ausfallen. Das stehende Heizungswasser in der Außeneinheit kann einfrieren, sich ausdehnen und Rohre beschädigen. Vorbeugen lässt sich das durch Entleeren des Wassers in der Außeneinheit, sobald ein längerer Stillstand bei Minusgraden absehbar ist. Wir zeigen unseren Kunden bei der Einweisung die nötigen Handgriffe, oder kommen im Notfall vorbei.
Luft-Wasser-Wärmepumpen können im Winter vereisen, weil feuchte Außenluft am kalten Verdampfer kondensiert und gefriert. Leichte Vereisung ist normal und beeinträchtigt die Leistung kaum, moderne Anlagen leiten automatisch einen Enteisungsvorgang ein. Erst wenn die Anlage dauerhaft stark vereist bleibt und Leistung verliert, sollte ein Fachbetrieb prüfen.
Das Kältemittel transportiert die Wärme innerhalb der Anlage und wechselt dabei zwischen flüssig und gasförmig. Wichtig ist heute der GWP-Wert („Global Warming Potential"): Er beschreibt das Treibhauspotenzial im Vergleich zu CO₂ (Referenzwert 1). Wir setzen bevorzugt auf natürliche Kältemittel wie Propan (R290) mit einem GWP-Wert von nur 3. Klassische synthetische Kältemittel wie R32 liegen bei 675, die regulatorische Obergrenze bei 750. Anlagen mit Propan sind zukunftssicher und qualifizieren zusätzlich für den 5 %-Effizienzbonus der KfW-Förderung.